Gott spricht: "Kind Adams, ich war krank und du hast mich nicht besucht." Der Mensch antwortet: "O Herr, wie kann ich dich besuchen, wo du doch der Herr der Welten bist?" Gott spricht: "Hast du nicht gewusst, dass einer meiner Diener krank war, und du hast ihn nicht besucht? Hast du nicht gewusst, dass du, wenn du ihn besucht hättest, mich bei ihm gefunden hättest?"
Islam, Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)

"Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen." Dann werden ihm die Gerechten antworten: "... Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?" Darauf wird der König ihnen antworten: "Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Christentum, Evangelium nach Matthäus 25:36ff

Häufige Fragen / FAQ

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Was verstehen Muslime unter "Ungläubigen"?

Menschen, die nicht an die koranischen Offenbarungen und die göttliche Sendung Muhammads glauben, werden im Islam traditionell als „Ungläubige“ oder genauer als „Leugner“ betrachtet.  (Das arabische Wort kâfir bedeutet wörtlich „Verberger, Leugner“, die übliche Übersetzung „Ungläubiger“ ist nicht korrekt, denn sie ist weder koranisch noch arabisch begründet, sondern vom deutschen Sprachgebrauch her inspiriert, dieser wiederum vom lateinischen in-fidelis und griechischen a-pistos – beides Begriffe für „un-gläubig, nicht-gläubig“ im Neuen Testament.)

Da Nichtmuslime üblicherweise nicht an Muhammad als Gesandten Gottes glauben, werden sie als kâfir bezeichnet, da sie ja diese islamische Glaubenswahrheit nicht anerkennen und somit leugnen.  Dies heißt jedoch nicht, dass Nichtmuslimen gar kein Glaube zugestanden würde, denn Juden und Christen werden im Koran eindeutig als Anhänger früherer Propheten mit eigenen Heiligen Schriften, als „Schriftbesitzer“ bezeichnet.  Tatsächlich gibt es im heutigen Islam die Meinung, dass Anhänger anderer Religionen grundsätzlich nicht als „Ungläubige“ bezeichnet werden können.

Dass in der Rhetorik gewaltbereiter Islamisten der Begriff „Ungläubige“ zur Unterstreichung von Feindbildern gebraucht wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Nach dem Koran sollen Muslime Andersgläubigen mit Toleranz begegnen, da nur Gott die Menschen rechtleiten kann.