Wehe den Betenden, die während des Gebets unachtsam sind, die dabei nur gesehen werden wollen.
Islam, Koran Sure 107:4-6

Wenn ihr betet, dann tut es nicht wie die Scheinheiligen! Sie beten gern öffentlich in den Gotteshäusern und an den Straßenecken, damit sie von allen gesehen werden.
Christentum, Evangelium nach Matthäus 6:5

Häufige Fragen / FAQ

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Welchen Stellenwert hat Jesus im Islam?

Jesus (arabisch: ‘Īsā [sprich: ißa]) gilt im Islam als Gottesgesandter und Prophet, ähnlich den vorausgegangenen Gesandten wie etwa Mose (Mūsā) und (Dāwūd). Allerdings wird er als bloßer Mensch betrachtet. Obwohl der Koran die Geburt Jesu von der Jungfrau Maria (Maryam) anerkennt und ihm auch viele Wunder zuschreibt, gilt er doch als Sohn der Maria und nicht als Sohn Gottes. Letztere Bezeichnung ebenso wie der Glaube, Jesus sei Gott oder eine Person der Dreieinigkeit, widersprechen der islamischen Auffassung von der Einheit und Einzigkeit Gottes.

Das Evangelium (al-indschīl) ist nach muslimischer Ansicht eine Offenbarungsschrift, die Jesus ursprünglich von Gott empfing. Die vier Evangelien des Neuen Testaments, die ja von frühen Christen verfasste Schriften über Leben und Lehren Jesu darstellen, sind (so lautet die übliche muslimische Meinung) nicht mit dieser Offenbarung Gottes an Jesus identisch. Es gibt jedoch etliche islamische Überlieferungen (ahādīth oder achbār) in arabischer Sprache mit Worten, die Jesus spricht oder von Gott empfängt, und die, wie ein Vergleich zeigt, mit biblischen Jesusworten übereinstimmen.